Do schau her: Weißbier richtig einschenken!

Weißbier trinken hat Stil. Allein schon deshalb, weil es nicht jeder einschenken kann.  Damit man unser Weißbier, das vor allem in den Sommermonaten in unseren bayerischen Biergärten großen Anklang findet, auch richtig genießen kann, erklären wir, wie’s richtig gemacht wird.

Die optimale Trinktemperatur für unser Weißbier liegt zwischen 3° und 6° C. Das Bier sollte also kalt und dunkel gelagert werden, denn wenn es zu warm ist, schmeckt das Weißbier erstens weniger gut und schäumt auch stärker.

So wird’s gemacht

Vor dem Einschenken muss das Weißbierglas erst einmal mit kaltem Wasser gespült werden. Außerdem sollte das Glas so sauber wie nur möglich sein, damit keine Reste von Fett- und Spülmittel drin sin – nur so gelingt eine stabile, schöne Schaumkrone.

Jetzt aufgepasst! Zum Einschenken das Glas leicht schräg halten (ca. 40° Winkel) und das Weißbier langsam dreiviertel voll machen. Dann mit kreisenden Bewegungen die Hefe in der Flasche verteilen und den Rest ins stehende Glas einschenken. Aus dem Heferest, der sich am Flaschenboden absetzt, drapiert man dem Weißbier eine gebührende Schaumkrone auf das hohe, geschwungene Glas, das im Volksmund auch als Stutzn bezeichnet wird.

Das Hofbräuhaus Traunstein wurde 1612 vom bayerischen Kurfürsten Maximilian I. als „Weisses Preyhaus“ gegründet. Der Historie verpflichtet spielt das Weißbier in unserer Traditionsbrauerei also eine bedeutende Rolle. Das Besondere am Weißbier ist, dass beim Brauen sowohl Weizen- als auch Gerstenmalz verwendet wird, der Weizenanteil beträgt dabei mindestens 50%.  Im Unterschied zu anderen Biersorten wird für Weißbier deutlich weniger Hopfen verarbeitet. Es schmeckt dadurch weniger bitter und erhält bisweilen einen süßlichen und fruchtigen Geschmack.

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Wer die  Aufgabe des Einschenkens besteht, hat sich in Bayern Respekt schon verdient, denn Weißbiertrinken ist hier Emotions- und Traditionssache.