Ein „Fass ohne Boden“, starkes Bier, starke Sprüche und starke Frauen

Bräu Maximilian Sailer in griechischer „Troika“-Toga und Hopfenkranz  zapfte als König Otto ein griechisches „Fass ohne Boden“ an: mit diesem gelungenen Auftakt wurden die illustren Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur beim 6. Starkbierfest im historischen Saal des Hofbräuhaus Traunstein vergangenen Samstag begrüßt.

Darunter Bundestagsabgeordneter Dr. Peter Ramsauer, die Fraktionsvorsitzende Margarethe Bause, die Europaabgeordnete Maria Noichl, die Landtagsabgeordneten Gisela Sengl und Klaus Steiner sowie der Traunsteiner Stadtrat, OB Christian Kegel und Landrat Siegfried Walch, der dann das richtige Festfassl mit dem kräftigen Fastenbock anzapfte. Flankiert von der Bayerischen Bierkönigin Tina-Christin Rüger und Miss Chiemgau Bettina
Schweiwein.

Weitere Höhepunkte im bunten Programm des Abends mit musikalischer Gestaltung durch die Traunsteiner Stadtkapelle waren die energiegeladenen PrimaTonnen Bettina von Haken und Edeltraud Rey die mit gewichtigen Stimmen und sprühendem Wortwitz über Diätenwahn, domestizierte Männer, dürre Models und dubiose Politik sangen.
Das für ein bayerisches Starkbierfest so wichtige „Derblecken“ der anwesenden Politprominenz übernahmen Franz-Josef Fuchs als Vorzimmer-Mitarbeiter Wimmer beim neuen OB Kegel, dem „Grinse-Chef“ des Rathauses, Christa Fuchs als aus dem antiken Griechenland gesandte Göttin der Weisheit und Willi Schwenkmeier als bekannter „Revoluzzer-Petrus“. Dabei musste sich so Mancher beissende Kritik gefallen lassen und das auch das Stadtgeschehen wurde kommentiert:  das schlechte Pflaster am Traunsteiner Stadtplatz, auf dem Senioren das Gebiss verlieren und Faschgingszugbesucher stolpern und dann die Notaufnahme überfüllen. Der Kreisverkehr der Bierstadt Traunstein, auf dem die Brauereien ihre Embleme wegen sonst undurchführbarer Mäharbeiten entfernen mussten. Die „drohende“ Landesgartenschau am Festplatz und das Projekt Salinenpark, das man mit dem ebenfalls anwesenden Max Aicher schon längst erfolgreich zum Hotel gemacht hätte.

Der „Ordnen für nix und wieder nix“ wurde von Schwenkmeier dieses Jahr an Altbürgermeister Fritz Stahl verliehen.