Hopfen im Hofbräuhaus Traunstein – Unser „grünes Gold“

Er bringt feine Aromen und Herbe ins Bier, sorgt für die Schaumbildung und die natürliche Haltbarkeit und wirkt außerdem auch noch entspannend – nicht umsonst gilt der Hopfen als die „geschmacksgebende Seele“ des Biers und wird auch das „grüne Gold“ des Brauers genannt.

Anbau-Tradition

Dabei handelt es sich um die wichtige Pflanze zum Bierbrauen gleichzeitig um eine der rätselvollsten. Kein Mensch weiß nämlich genau, wie und warum der Hopfen nach Deutschland kam und warum man eine Tages erkannte, dass das Bier mit dem richtigen Hopfen erst so richtig gut schmeckt. Erste Hinweise auf den Hopfenanbau finden sich erst im 8. oder 9. Jahnhundert n. Chr. Ob der Hopfen damals zum Brauen verwandt wurde, ist allerdings unklar.

Schon die alten Kulturvölker der Babylonier und Ägypter schätzten den Hopfen in seiner Wildform als aromatische Beigabe zur Bierproduktion. Doch nicht der Hopfen allein diente bis in das 16. Jahrhundert der Würzung des Bieres, wenngleich seine Verwendung sich in ganz Deutschland immer weiter durchsetzte. Auch allerlei Rinden, Wurzeln, Kräuter und sonstige Beigaben fanden Verwendung, um dem Bier, das mit unserer heutigen Vorstellung von diesem Erzeugnis noch nicht viel gemeinsam hatte, neben seiner berauschenden Wirkung auch zu Geschmack zu verhelfen. Diese Biere wurden “Gruitbiere” – in Bayern auch “Gräwzzing” genannt. Ihrer Produktion bereitete das Bayerische Reinheitsgebot von 1516 ein Ende.

Bereits im Jahre 1860 löste der Hopfen einen wahren Goldrausch aus, als für einen Zentner der Rekordpreis von bis zu 500 Mark bezahlt wurde – bei einem damaligen Jahresverdienst von rund 600 Mark eine fantastische Summe.

Hopfen im Hofbräuhaus Traunstein

Um die Top-Qualität unserer Biere sicherzustellen, beziehen wir im Hofbräuhaus Traunstein unsere Hopfen von eigenen Feldern in der Holledau. Dieser hügelige Landstrich nördlich der bayerischen Landeshauptstadt ist das bedeutendste Hopfenanbaugebiet der Welt. Hopfen, oder lateinisch „Humulus“, gehört zur Familie der Hanfgewächse und ist eine hübsch anzusehende Schlingpflanze. Aus den weiblichen Blütenständen des kultivierten Hopfens, den Dolden, wird die Bierwürze gewonnen. Man unterscheidet beim Hopfen zwischen Bitter – und Aromahopfen – für unsere Biere hier im Hofbräuhaus verwenden wir lediglich den hochwertigeren Aromahopfen. Damit sich die Aromen und Öle des Hopfen optimal entfalten, geben unsere Braumeister den Hopfen zu drei verschiedenen Zeitpunkten in die Sudpfanne. Die Hopfengabe schwankt allerdings stark in Abhängigkeit von der Biersorte. Für unser Weiß- oder Weizenbier beispielsweise ist eine geringere Hopfengabe nötig, das Pils wird erheblich stärker “gehopft”, es benötigt ungefähr fünfmal so viel Hopfen wie ein Weißbier. Ständig mit Sorgfalt überwacht, damit‘s auch schmeckt, verleiht unser hauseigener Hopfen unseren Bieren ihren charakteristischen Geschmack, auf den wir Traunsteiner besonders stolz sind.

 

Quellenangabe:

Bierlexikon: http://www.bier-lexikon.lauftext.de/

Bier und Wir: http://www.bierundwir.de/brauen/hopfen.htm

Bayerisch Bier: http://www.bayrisch-bier.de/bier-wissen/der-hopfen/