Der Pfiff – wissenswertes aus unserem Bierlexikon

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Der Pfiff – nicht nur ein Highlight für Bierkenner

Der Pfiff wird in Wirtshäusern aber auch auf Festen unter Bierkennern immer beliebter und bekannter – und ihr wisst immer noch nicht was genau ein „Pfiff“ ist? Wir klären euch auf:

Was ist ein Pfiff?

Für den Pfiff gibt es von Region zu Region ganz unterschiedliche Ausdrücke. Auch Schnitt, Spruz oder Rammal wird er gern genannt. Oder wie unser Braumeister zu sagen pflegt: „A Embrionale“ – jeder hat da so seine Ausdrücke…
Der Piff ist eigentlich das letzte Getränk vorm Heimgehen, aber es kommt nicht selten vor, dass sich diese Phase auf mehrere Stunden und ebenso viele Pfiff ausdehnt…
Ein guter Pfiff sind fast ¾ Bier zum halben Preis.  Gezapft wird er mit viel Schwung ins gerade (nicht schräg wie normalerweise) gehaltene Glas unter dem Zapfhahn, bis der Schaum den Glasrand erreicht hat. Wenn der Schaum dann zusammengefallen ist, stellt der Pfiff eine halbe Hoibe dar – also etwa 0,25 – 0,35 l. Gemäß unserer Hofbräuhaus Traunstein Etikette gehört ein Pfiff aber trotzdem immer in ein Hoibe Glas. Auf keinen Fall in ein kleines Bierglas!

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Die Schaumige – der große Bruder vom beliebten „Pfiff“

Vom Absacker zum Highlight der Bierkenner

Ein Pfiff, Schnitt, Spruz oder Rammal steht normalerweise nicht auf der Karte und ist ein besonderer Service der Brauerei oder des Wirtes. Er ist vor allem bei Bierkennern und Liebhabern besonders beliebt. Schon längst gilt der Pfiff nicht mehr nur als „Absacker“, damit man vor dem Heimgehen noch schnell mit den Stammtischbrüdern gleichzieht. Er ist vor allem so beliebt wegen des Genusses. Ein Schnitt bleibt ganz einfach länger frisch und so bekommt Man(n) immer ein vollmundiges, erfrischendes und kühles Bier. Die besondere Frische bekommt der Pfiff übrigens vom hohen Schaumanteil – direkt unter dem Schaum sammelt sich die Kohlensäure und genau das verleiht ihm die Spritzigkeit. Das weitaus unbeliebte Noagerl beziehungsweise Naacherl oder Pfiati Lackerl – wie bei uns eine abgestandene, übriggebliebene Hoibe genannt wird – ist somit passé!

Als großer Bruder vom Pfiff gilt die schaumige Maß. Sie wird vor allem auf Festen serviert. Hier zeigt sich natürlich auch ein klarer Vorteil für Genießer: Lack wird das Bier bei einer „Schaumigen“ so gut wie nie!


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Das Heimgehen dehnt sich schon mal auf mehrerer Stunden und ebenso viele Pfiff aus…

Verwechslungsgefahr in Österreich

Noch wichtig zu wissen:
Aufpassen muss man bei unseren Nachbarn in Österreich: Ein Pfiff sind hier nur etwa 0,175l Bier und wird vorzugsweise im kleinen Bierglas serviert. Auch beim Ausdruck „Schnitt“ bekommt man meist nicht das was man sich vorgestellt hat. In Österreich gilt ein Schnitt Bier nämlich als Biermischgetränk: Eine Mischung aus hellem und dunklen Bier, das von manchen österreichischen Brauereien sogar in Flaschen abgefüllt wird.

Jetzt kennt sich nun wirklich jeder aus! Prost und an guadn Durst!


2 Gedanken zu „Der Pfiff – wissenswertes aus unserem Bierlexikon“

  1. Servus beinand, warum gibt’s Zwickl ned in hoibe zum kafa ? Hob gestern a Brauereiführung ghod, und de war da absolute Hit, s Bier natürlich a bsonders Zwickl. An schena Gruaß an de Kathrin de hod des super gmacht.

    1. Servus Markus,
      entschuldige die späte Antwort, wir sind Mitten in der turbulenten Festsaison…
      Gfreid uns, dass dir unser Zwickl so guad schmeckt und dir auch unsere Brauereiführung gefallen hat! Unser besonderes 1612er Zwicklbier direkt aus dem Lagerkeller gibt es bisher nur in der 0,33l Flasche, da es einfach was ganz besonderes ist. So bleibt der harmonische, frische Geschmack am besten erhalten. Den Gruß haben wir natürlcih ausgerichtet! Liebe Grüße aus Traunstein und vielleicht bis bald, zur nächsten Brauereiführung 😉

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