Wie kommt der Schaum auf unser Bier?

Der Frühling ist da, die Biergartensaison eröffnet. Wer sich im Biergarten auf ein frische gezapftes Bier freut, kann oft bereits am Schaum erkennen, wie gut es schmeckt:

Feinporig und weiß muss sie sein, die Krone unserer Biere! Sie verleiht dem Bier nicht nur ein verlockendes Aussehen, das Schaumgebilde ist außerdem ein wichtiges Zeichen für die Qualität unserer Bierspezialitäten. Sowohl Höhe als auch Festigkeit des Schaums nach dem Einschenken lassen auf unsere sehr gute Bierqualität schließen.

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Warum ist das so?

Während der Gärung wird der in unserer Bierwürze enthaltene Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Die gelöste Kohlensäure im Bier ist im Anschluss verantwortlich für die Schaumbildung.  Sobald wir durstig unser Bier einschenken, entbindet sich die Kohlensäure und geht in einen gasförmigen Zustand über. Daher kommt es auch zu den vielen feinen Bläschen an der Glasoberfläche, die allesamt nach oben steigen. Auf dem Weg nach oben  lagern sich an der Oberfläche der Kohlensäurebläschen Moleküle an – vor allem Eiweiß, das aus der Gerste bzw. dem Weizen stammt. Dadurch bilden sich elastische Häutchen um die Bläschen. Zudem reißen die Bläschen Luft und Flüssigkeit mit nach oben. Dieses Gemisch setzt sich an der Oberfläche des Bieres ab und bildet den sahnigen weißen Bierschaum,  den wir Biertrinker so sehr lieben.

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Unsere schöne Bierkrone ist übrigens nicht das Produkt von chemischen Zusätzen, sondern Natur pur! Ein gescheiter Schaum entsteht allerdings nur, weil wir im Hofbräuhaus Traunstein Rohstoffe von bester Qualität verwendet:  frischer Hopfen, ausgezeichnetes Malz und eine optimale Zusammenstellung der Würze – stimmt einer der Faktoren nicht, dann gibt’s auch keinen guten Schaum!

Nicht nur während des Brauvorgangs, sondern auch zuhause lässt sich einiges für einen schönen Schaum tun! Ganz wichtig sind dafür saubere und fettfreie Krüge – denn Fett ist der größte Feind der Schaumkrone! Daher immer beachten: Nicht mit den Fingern in die Gläser greifen, die Gläser nicht dort lagern, wo Kochdünste in der Luft hängen und nicht in der Spülmaschine waschen, denn dort lagern sich Restbestände des Essensfettes ab.

Das beste Schaumerlebnis bekommt ihr, wenn ihr die Gläser gründlich mit einer Bürste von Hand wascht und im Anschluss das Spülmittel durch kräftiges Nachspülen entfernt. Übrigens: Auch das Nachpolieren bringt wieder Fett ins Glas  – das kann man sich also beruhigt sparen!

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